Der Blick nach vorne: Generationswechsel bei Barketing

Unter denjenigen, die meinen Post lesen, dürfte kaum einer sein, der nicht unsere Anke kennt. Ihr alle kennt sie als 100% Herzblut-SEO, die jederzeit auf Konferenzen, Stammtischen und Barcamps anzutreffen ist und zu jedem SEO-Thema eine fundierte Meinung hat.

Vor zwei Jahren habe ich Anke von Searchmetrics zu Barketing geholt, um das strategische Herz von Barketing, das Consulting-Team, aufzubauen. Anfang 2014 steht ein fachlich breit aufgestelltes Team, das für unsere Kunden zukunftsorientierte SEO-Strategien erarbeitet. Wir haben viel erreicht – und noch sehr viel vor!

Aller Abschied ist schwer: Anke verlässt die Hautpstadt Richtung Hamburg

Nach zwei Jahren intensivster Aufbau- und Beratungsarbeit verlässt Anke zum 30.04. Barketing. Vielmehr kehrt Anke auch der Hauptstadt den Rücken zu und wird ihr berufliches und privates Glück in Hamburg suchen. Dass die Beweggründe von Anke privater Natur sind, macht die Trennung für beide Seiten nicht leichter.

Anke wird nach fünf Jahren Agenturerfahrung die Seiten wechseln und möchte zukünftig als Inhouse-SEO in der Hansestadt anheuern. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Menschen in unserer Branche getroffen – davon aber nur wenige, die mit so viel Leidenschaft und Hingabe SEO machen und leben (!) wie Anke. Erfolgreichen und spannenden Unternehmen aus Hamburg sei gesagt: Die Gelegenheit, sich so zu verstärken, gibt es nicht jeden Tag :-)

Anke hat mit und für Barketing einen durchdringenden Brand und eine Reputation geformt, die für Kunden und die SEO Szene unbestritten zu den stärksten in der Branche gehören. Anke hinterlässt bei Barketing ein Vermächtnis, das den aktuellen und künftigen Mitarbeitern noch sehr lange als Kompass für ihre weitere Entwicklung im SEO dienen wird. Sie bleibt Barketing immer als Freund, Partner und Ehrenmitglied des Rudels erhalten. „Danke, Anke.“

Neuer Teamleiter mit „Inhouse-Brille“: Darius leitet das Team Consulting


Als „Teamleiter Consulting“ leitet Darius Erdt zukünftig den Bereich „SEO Consulting“.
Darius ist seit 1,5 Jahren bei uns und betreut als Consultant große, internationale Accounts. Davor war er zwei Jahre Head of SEO bei Fashion For Home und kennt dementsprechend die Anforderungen auf Kundenseite aus eigener Erfahrung.

Wer die Freude hat, mit Darius privat, als Kollege oder Kunde zusammen zu arbeiten, weiß um seine Vorzüge: Mit Liebe zum Detail zerlegt Darius ein Problem und leitet daraus konkrete Handlungsanweisungen für Kunden ab. Die „Erdtsche Gründlichkeit“ bei der Durchdringung einer Aufgabenstellung bis zur Lösung ist beinahe legendär.

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Die Online Marketing Branche ist eine sehr dynamische Branche. Sie ist ständig im Wandel, genauso wie die Leute, die sie mit Leben ausfüllen. In den vergangenen Jahren haben wir viele Mitarbeiter kommen und gehen sehen. Kollegen haben sich aus der Startposition in die vorderste Reihe nach vorne gearbeitet. Andere haben uns verlassen und gestalten heute die SEO-Geschicke in anderen Agenturen, oder auch inhouse. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre mit unseren Kunden, Mitarbeitern und Freunden.

Von Anfang an haben wir in starke Strukturen investiert und dafür gesorgt, dass Expertenwissen im Unternehmen weiter getragen wird, um mit Barketing etwas Bleibendes zu schaffen. Unsere wöchentlich stattfindende Academy, bei der zwei Mal im Monat ein externer Redner unseren Mitarbeitern SEO aus einem anderen Blickwinkel vermittelt, hat dazu beigetragen. Genauso wie die Tatsache, dass man in den Jahren, seitdem es Barketing gibt, eine Menge gesehen hat und so ziemlich jedes SEO-Problemchen schon einmal durchexerziert hat.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns in den letzten Jahren so viel Vertrauen geschenkt haben: In erster Linie unseren Mitarbeitern, die mit uns zusammen durch viele Höhen und Tiefen gegangen sind. Unseren Kunden, für die wir uns aufopfern, um ein gutes Ergebnis erreichen und sich nie scheuen, konstruktiv und mit uns gemeinsam die besten Lösungen zu entwickeln. Und last but not least allen Partnern, der Online Marketing-Branche und den vielen großartigen Menschen, die wir in den letzten Jahren getroffen haben.

Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit euch und Ihnen!

Ihr,
Thomas Gruhle

Warum Content-Marketing nicht gleich Linkbait ist

Suchradar Ausgabe 45
In den letzten Atemzügen vor Weihnachten 2013 wurde die 45. Ausgabe des Suchradars veröffentlicht. Dieses Mal durften wir im Rahmen der “Ich glaube, dass …”-Reihe auch einen Artikel beitragen. Zusammen mit Michael habe ich mal versucht etwas Klarheit in die Themen Content-Marketing und Linkbait zu bringen. Gerne möchten wir den Artikel auch hier veröffentlichen. Ja viel mehr möchten wir euch und uns die Möglichkeit geben darüber zu diskutieren und eure Meinung hören. Zunächst aber der Artikel im Original:

“Ich glaube, dass vielen der Unterschied zwischen Content-Marketing und Linkbait nicht bewusst ist

Content-Marketing, das Buzzword der Szene wird unserer Meinung häufig fehlinterpretiert und als Allheilmittel im Linkaufbau gesehen. Das ist aber weniger der Fall. Linkbait ist unserer Meinung ein Teil des Content-Marketings. Jedoch ist Content-Marketing viel mehr und hat nicht immer Backlinks zum Ziel.

Früher war alles besser?

Zugegeben, Linkaufbau war bis vor zwei oder drei Jahren doch sehr einfach. Die Filter für Überoptimierung waren seitens der Suchmaschinen eher schwach eingestellt bzw. noch nicht richtig definiert. Mit den ersten Pinguin-Updates im Jahr 2012 änderte sich das aber grundlegend und die Goldgräberstimmung wurde beendet. Es wurden nun Mittel und Wege gesucht für mehr Verlinkungen zur eigenen Seite zu sorgen, die noch den Richtlinien der Suchmaschinen entsprechen. Schon damals waren Linkbaits (Links, die in größeren Mengen nahezu automatisch entstehen) in aller Munde. Doch Linkbaits waren schwer zu organisieren und kein Service von der Stange. Als dann Content-Marketing in der SEO Szene immer mehr thematisiert wurde, dachten viele schnell wieder an Linkbaits. Denn gutes Content-Marketing sorgt in den meisten Fällen auch für natürliche Links. Also ist Linkbait = Content-Marketing?

Eine Frage der Zielsetzung

Die Antwort auf die Frage ist deutlich zu verneinen. Zwar kann ein Linkbait ein Teil der Content-Marketing-Strategie sein oder sich aus ihr ergeben, aber diese beiden Begriffe gleichzusetzen ist schlichtweg nicht richtig. Das ergibt sich allein schon aus der Zielsetzung der beiden Themen. Das Ziel eines Linkbaits ist klar: Links generieren, möglichst natürlich, möglichst viele. Typische Beispiele dafür sind Blogsiegel, Gewinnspiele oder Awards.

Content Marketing hingegen muss nicht immer Links zum Ziel haben und hat es auch nur in den seltensten Fällen. Content-Marketing gliedert sich in den gesamt Marketing Prozess ein. Im Fokus steht in erster Linie das Ziel mit der Marke bzw. dem Leistungsangebot zu überzeugen, Kunden zu gewinnen und zu halten. Das heißt Content-Marketing ist ein viel allgemeinerer Begriff. Sicherlich gibt es auch Schnittmengen zwischen Linkbaits und Content-Marketing. Aber es gilt festzuhalten, dass dies zwei unterschiedliche Begrifflichkeiten sind.”

Nun wie seht ihr das Thema? Könnt ihr behaupten Content-marketing ist in dem ganzen Unternehmen verdratet oder findet es letztlich doch nur im SEO-Team Anwendung? Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Die Kommentarfunktion gehört euch :-)

P.s: Wer das Magazin noch nicht kennt, dem seien auch die Ausgaben 1 – 44 wärmstens ans Herz gelegt.

Recap zur SEOkomm 2013

SEOkommDie offiziell letzte große SEO-Konferenz in diesem Jahr für Anke und mich war die SEOkomm in Salzburg. Nachdem nun die ersten Recaps veröffentlicht wurden, möchten auch wir es uns nicht nehmen lassen selbst zurückzuschauen und über unsere Highlights der größten österreichischen SEO-Konferenz berichten.

 

Warum sich GooglePlus vielleicht doch lohnt…

wäre ich in diesem Jahr allein nach Österreich zur SEOkomm gefahren. Aber wie der Zufall es wollte, gewann meine Anke bei einem GooglePlus-Gewinnspiel von Marcus Tandler kurzfristig noch eine Karte für die OMX und SEOkomm. Da soll man doch einmal sagen, dass sich ein Account bei GooglePlus nicht lohnt. ;) Anke erhielt am Meisten +1 von der Community und war am Ende überrascht und sehr fröhlich, dass sie mit in Salzburg dabei sein konnte. An dieser Stelle also noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Voter für ihre Stimmen.

GooglePlus Eintrag
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OMreCap – Barketing auf der OMCap 2013

Letzte Woche hatte ich die Ehre auf der vierten OMCap in Berlin zu sein. In vier parallelen Tracks wurden insgesamt über 50 Fachvorträge angeboten. Neun der angebotenen Slots waren dabei auch auf Englisch, wodurch die Konferenz einen durchaus internationalen Konferenzcharakter hatte.

Ein besonderes Highlight war die Keynote von Carsten Maschmeyer. Der Milliardär, der die Finanzvertriebsgesellschaft AWD Holding AG federführend aufgebaut hat und zu den erfolgreichsten Unternehmern Deutschlands gehört, hielt einen sehr inspirierenden, polarisierenden Vortrag und bezog sich dabei inhaltlich vor allem auf sein vor Kurzem veröffentlichtes Buch “Selfmade“, das den Konferenzteilnehmern am Ende als Freiexemplar geschenkt wurde. Ich habe einmal in das Buch hinein geschaut und spontan zu meiner Leselektüre hinzugefügt. Das Buch ist angenehm zu lesen (amerikanische Schreibweise ;)) und erhält gute Grundgedanken über Erfolgsstrategien und Management-Prinzipien. Seine Grundaussage ist: “In jedem von uns steckt viel Potential. Wir müssen es nur nutzen!” Aber wie die vielfältigen Kommentare zum Buch auf Amazon.de erkennen lassen, scheiden sich die Geister bei Carsten Maschmeyer. Nichtdestotrotz: Eine gelungene Keynote und damit Einstieg in die OMCap war es allemal.
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Barketing auf dem SpirOktoberfest 2013

Am gestrigen Sonntag schlossen die Zelttüren des diesjährigen Münchner Oktoberfestes. Bis zum nächsten Jahr, wenn Sie sich zum 181. Oktoberfest wieder öffnen. Doch noch währt die Freude über die diesjährige Ausgabe und besonders über das diesjährige Spiroktoberfest vom 03.10.2013, organisiert von der Jobbörse Spirofrog. Allen voran Thomas Schulze hatte rund 120 Online Marketing Frauen und Männer zusammengetrommelt, um die aktuellen Ereignisse und Geschehnisse der Branche zu betrinken besprechen.

Auch Anke, Thomas und ich sind der Einladung gefolgt und müssen sagen, dass sich Thomas selbst übertroffen hat. Mehr als die halbe Galerie der Ochsenbraterei hatte Spirofrog organisiert und mit vielen Freunden und Kollegen hatten wir einen tollen Tag verbracht. Wir konnten vor allem einige Ergebnisse unserer SEO Studie diskutieren und möchten uns auch für das Feedback bedanken.

Anke hat auch reichlich Fotos gemacht, einige muss ich leider vorenthalten, aber ich denke auch die Bilder sprechen ebenfalls für ein gelungenes Event:

Es gab wohl ausreichend Bier, ist mir irgendwie entgangen ... oder so

Es gab wohl ausreichend Bier, ist mir irgendwie entgangen … oder so …

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10 Fragen an: Jens Altmann, YouTube-SEO

Interview von: Sergio M. Vela

Jens Altmann, der seit neuestem das Team von OnPage.org verstärkt, war in der Barketing Academy zu Gast und hat uns einen kleinen Vortrag zum Thema Video-SEO mitgebracht. Da Video-SEO hauptsächlich YouTube-SEO bedeutet – für die anderen Plattformen zu optimieren wäre, wie für Bing zu optimieren  – haben wir ihn mit unseren “10 Fragen an” auch nur zum Thema YouTube gelöchert. Jens war so nett und hat unsere Wissbegierigkeit gestillt:

1. Hallo Jens. Danke, dass du dir die Zeit nimmst und uns ein paar Fragen beantwortest. Sag bitte ein paar Worte zu dir: Wer du bist und was du machst.

Hallo Sergio, vielen Dank für das Interview. Mein Name ist Jens Altmann und ich bin als Software Engineer unterwegs. Dabei liegen meine Tätigkeitsschwerpunkte in der Konzeption und Entwicklung von Softwareprojekten. In den letzten Jahren lag mein Fokus hauptsächlich im Bereich Webentwicklung, jedoch nicht ausschließlich. In den letzten Monaten habe ich diese Grenzen etwas weiter aufgeweicht, wie meine Arbeit im Team von OnPage.org zeigt. Mich interessieren primär die technischen Entwicklungen, so dass ich viel ausprobiere, analysiere und das gesammelte Wissen in Workshops, Seminaren oder auf Konferenzen, speziell im Bereich Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung, zum Besten gebe. Wenn ich ausreichend Zeit habe pflege ich meinen Blog Gefruckelt, ansonsten beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Web Security.

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Schätzfrage: Mit deiner Antwort zu zwei Freikarten für den hurra.com OMclub 2013 in der Lanxess-Arena in Köln

Nicht mal mehr eine Woche noch, dann findet wieder die INoffizielle dmexco Party, der hurra.com OMclub statt. Weil die Tickets auch in diesem Jahr knapp sind, verlosen wir noch zwei Freikarten. Doch verschenken wollen wir nichts. Daher haben wir uns eine kleine Schätzfrage ausgedacht.

Ihr wollt an die begehrten Tickets? Dann gebt in den Kommentaren euren Tipp zu folgender Schätzfrage ab:

Wie alt ist das SEO Consulting Team von Barketing zusammen genommen?

>>Wahnsinn! Mit der ersten Antwort gewinnt Moritz Köhler diese Verlosung. Die richtige Antwort lautet 138 Jahre und ihr könnt unten die Zusammenstellung nachvollziehen<<

Um euch die Aufgabe etwas zu erleichtern stellen wir euch die einzelnen Teammitglieder kurz vor:

Anke Probst – Head of SEO Consulting

Anke Probst - Head of SEO Consulting
Nach ihrer Zeit bei Searchmetrics, hat Anke hat das Consulting-Team im Mai 2012 gegründet und steht diesem Tag für Tag als Teamleiterin zur Seite. Nach nicht einmal anderthalb Jahren hat Anke bereits ein fünfköpfiges Team aufgebaut. Dabei zieht Anke noch jeden Tag selbst den “SEO-Blaumann” an und schraubt an den wichtigsten Kundenwebsites selbst. Anke ist die Networkerin schlechthin und unverzichtbar für Barketing und das Team.

Alter: 32

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10 Fragen an: Markus Ostertag, Team Internet AG

Interview von: Sergio M. Vela

Markus Ostertag von Team Internet war in der Barketing Academy zu Gast. Sein Thema: DNTX. Wem das nichts sagt, dem kann Markus weiterhelfen, denn er war so nett, uns anschließend noch ein paar unserer dringensten Fragen zu beantworten. Das Interview lest ihr hier:

1. Hallo Markus. Danke, dass du dir die Zeit nimmst und uns ein paar Fragen beantwortest. Sag bitte ein paar Worte zu dir: Wer du bist und was du machst.

Ich bin Head of Development für den Bereich Advertiser Products bei der Team Internet AG und verantworte dort unter anderem das Produkt DNTX.com. Nach meiner praktischen Ausbildung hing ich ein Informatik-Studium an der TU München an. Währenddessen beschäftigte ich mich intensiv mit Online-Plattformen und gründete die Filmplattform MovieMaze.de, die ich über 10 Jahre führte. In meinem jetzigen Job liegt der Fokus auf der Technik hinter großen performancesensitiven Plattformen und skalierbaren Cloud-Lösungen.

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10 Fragen an: Jens Fauldrath, takevalue.de

Interview von: Sergio M. Vela

In der Barketing Academy durften wir Guestspeaker Jens Fauldrath von takevalue Consulting begrüßen. Jens hat uns einen Vortrag mit etwa 160 Slides mitgebracht – der erstaunlich schnell und sehr intensiv war. Anschließend hat sich Jens unserer “10 Fragen an” gestellt, hier das gesamte Interview.

 1. Hallo Jens, wir sind dir gebannt gefolgt und freuen uns, dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu beantworten. Sag bitte einmal kurz etwas zu dir.

Ich bin Jahrgang 1973, habe 1992 mein Abitur mit Schwerpunkt Wirtschaft gemacht und war dann bis 1999 als Buchhalter und Controller tätig. Inklusive Börsengang am Neuen Markt, der ja nie sehr alt geworden ist. 1999 bin ich in den Vertrieb gewechselt und habe mich 2001 entschlossen zu studieren.

Da ich hinsichtlich BWL schon recht fit war und etwas Neues machen wollte, habe ich Informations- und Wissensmanagement studiert. Im Rahmen des Studiums haben wir uns mit Klassifikationssystemen, Thesauri und der Informationsrecherche beschäftigt. Nach dem Grundstudium dann mit modernen Methoden wie Ontologien, Information Retrieval, Datenbanktechnik etc. Also den Grundlagen moderner Suchmaschinentechnologien. Und ja, WDF*IDF war für mich nichts Überraschendes, da es als einer der möglichen Gewichtungsalgorithmen in vielen Ähnlichkeitsmaßen vorkommt.

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10 Fragen an: Karl Kratz, karlkratz.de

In einer neuen Runde der Barketing Academy hat sich unser Gastredner Karl Kratz nach seinem Vortrag unseren 10 Fragen gestellt. Hier seine Antworten:
 

  1. Karl, toll, dass Du zu uns in die Academy gekommen bist. Und auch wenn so gut wie jeder eine Meinung über Dich hat, sag doch bitte kurz ein paar Worte zu Dir und wo zur Zeit Deine Schwerpunkte liegen.
  2. Ein paar Worte zu mir, die alle relevanten öffentlichen Meinungen umfasst: http://www.google.de/?q=karl+kratz . Und wer die Story inklusive Black-Vergangenheit + Jugendsünden unbedingt braucht, hört einfach beim Marcell Sarközy (SEOs Finest) rein: http://www.radio4seo.de/seos-finest-21-karl-kratz/ .

    Ich liebe das Thema „Online Marketing“ mit Schwerpunkten auf die Unterthemen Landingpages, SEO, Konversions-Optimierung, Tracking und Dynamisierung. Sodele, das muss reichen. Wir wollen die Leser ja nicht mit mir langweilen, sondern uns über interessante Sachen unterhalten. :-)
     

  3. Deine Themen bei uns in der Barketing Academy sind Tracking, Content-Dynamisierung und Conversion-Optimierung. Fangen wir mit dem Stichpunkt Online Vermarktungs-Prozess an: Wie ist bisher ein Konversionspfad aufgebaut und wie sollte er im optimalen Fall sein?
  4. In der Regel weisen in der Praxis abgebildete Konversionspfade ein hohes Maß an Linearität auf. Angesichts der aktuellen Möglichkeiten zur Wettbewerbsanalyse und dem regelmäßigen Kundenverhalten im WWW kann sich allerdings kaum noch ein Unternehmen diese Linearität dauerhaft leisten: Sie wird täglich schlicht ineffizienter.

    Lineare Konversions-Pfade sind leicht analysierbar und durch Wettbewerber kopierbar. Und sobald ein Konversions-Pfad kopierbar ist, gewinnt derjenige, der bereits auf einzelnen relevanten Konversions-Abschnitten besser aufgestellt ist. Das können Analyse-Ressourcen, aber auch ganz platt Budgets sein.

    Ich habe diese Problematik unter dem Lösungsansatz der Dekonstruktion hier ja vor einiger Zeit beschrieben: https://www.online-marketing.net/dekonstruktion/ .

    Neben der Dekonstruktion ist die Dynamisierung von Konversions-Pfaden und –Prozessen ebenfalls ein a) wirksamer Schutz gegen Analysen und Übernahmen durch Wettbewerber und b) eine gute Möglichkeit zur Effizienzsteigerung der Konversions-Leistung.

    Einen „optimalen Fall“ für einen Konversions-Pfad gibt es nicht. Allerdings basieren viele funktionale und ertragreiche Konversions-Pfade auf einer Gemeinsamkeit von sieben Funktionsprinzipien. Ich habe diese Funktionsprinzipien im Artikel http://www.karlkratz.de/onlinemarketing-blog/landingpage-ebook/ dokumentiert.
     

  5. Welche verschiedenen Situationen tauchen bei den Konversionspfaden auf? Wonach unterscheiden sie sich?
  6. In der Phase des Prototypings soll jede relevante, in der Phase des operativen Betriebs jede rentable Situation zulässig sein. Wenn beispielsweise eine Risikolebensversicherung vermarktet werden kann, weil ein GmbH-Gesellschafter einen Partner zum Unternehmen hinzufügen möchte, dann sollte das genauso legitim sein wie im Fall der besorgten Mutter, die sich fragt was aus der Familie wird, wenn Papa mit 180 Sachen gegen den Baum knallt.

    Die jeweilige Situation, die vorherrschenden Emotionen, die daraus entstehenden Motivationen und die Kaufkraft sowie der Kaufwille entscheiden in der Regel die wichtigsten Elemente eines Konversionspfads.

    Dazu zwei Beispiele:

    Situation: Baby kommt auf die Welt (Ereignis)
    Fall: Was passiert, wenn Papa etwas passiert? (Trigger)
    Emotion: Angst, Sorge
    Kaufwille: Stimulanz durch Intensive Lösungskompetenz, einfühlsam vorgetragen
    Kaufkraft: Bedingung, i.d.R. vorhanden, da ein Low-Cost-Produkt
    (Aber wie wird in der dumpfen Praxis vermarktet? → SEO + SEA auf „Risikolebensversicherung“)

    Situation: Exchange-Server (E-Mail) funktioniert nicht mehr
    Fall: Fehlercode E1 … (Exchange-Server Site Replication Service)
    Emotion: Angst, Stress, Todesdrohungen vom Management
    Kaufwille: Ist Fallbedingt vorhanden
    Kaufkraft: Dieser Fehler passiert in Unternehmen mit mehreren Standorten. Kaufkraft sollte gegeben sein.
    (Aber wie wird in der dumpfen Praxis vermarktet? → SEO + SEA auf „Exchange-Server Consulting / Support“ …)
     

  7. Deine Antwort darauf ist eine dynamische Landingpage. Welche Vorteile bieten sich mir dabei?
  8. Grundsätzlich ist eine dynamische Landingpage zuerst eine Methode, um unzählige Konversions-Pfade und Teilschritte auf ein und derselben URL auf Basis von Datenbank-Regeln zu erstellen. Das ist, betriebswirtschaftlich betrachtet, eine extrem günstige Methode statt unzählige dedizierte Landingpages zu erstellen.

    Gleichzeitig wird das Testing (A/B und Multivariate Tests) für eine sehr große Anzahl an Test-Seiten regelmäßig vereinfacht, da hierüber z.B. ein Template-basiertes Testing durchgeführt werden kann und diese template-basierten Erkenntnisse im selben Moment für „alle“ Situationen und Pfade angewandt werden können – nämlich auf ein und derselben logischen Unit. Abgesehen davon ist im strategischen Gedanken der Dynamisierung die „DNA“ des ebenso strategischen Themas „Testing“ direkt enthalten. Damit werden Tests nicht zur Diskussions- sondern zur Strategiesache: Du kannst praktisch nicht dynamisieren, ohne gleichzeitig unterschiedliche Situationen oder Präsentations-Ebenen zu testen.

    Im Artikel http://www.karlkratz.de/onlinemarketing-blog/dynamische-landingpages/ habe ich drei mögliche Formen der Dynamisierung beschrieben.
     

  9. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Profilerstellung der Besucher meiner Website. Erkläre doch bitte, welche Informationen ich speichern sollte und warum.
  10. Es ist nicht die Frage „welche Informationen soll ich speichern und warum“ sondern „Was ist mein Ziel und welche Daten benötige ich dafür?“ Es gilt der Grundsatz der Datensparsamkeit. Wir sollten nur Daten erfassen, die wir zur Erreichung unserer Ziele auch wirklich brauchen.

    Wenn wir nur die Interessensfelder eines Besuchers benötigen, dann sollten wir zu seinem Cookie (oder besser: zu seinem „Wiedererkennungsmerkmal“) auch wirklich nur seine Interessensfelder speichern. Nicht mehr, nicht weniger.
     

  11. Ich habe dann aber eine sehr große Menge an Daten, die verwaltet werden will. Wie nutze ich diese Informationen am besten und wie setze ich sie live ein?
  12. Nein, das ist zu pauschal gedacht. Du hast dann keine „sehr große Menge an Daten“. Du hast bei einer Datenerfassung, die sich direkt von Deiner Zieldefinition ableitet, eine „angemessene Menge an Daten“, die Du auch verarbeiten können solltest. Und die Frage nach der Nutzung stellt sich auch nicht mehr: Du weißt durch Deine Zielsetzung und die abgeleiteten Methoden ja, „wofür und wie Du die Daten nutzen wirst.“
     

  13. Nun weiß ich auf Grund meiner gespeicherten Daten, dass ein Besucher immer wieder auf meine Seite kommt, aber einfach nicht konvertieren will. Hast Du da einen Tipp?
  14. Wenn ein Besucher immer, immer, immer wieder auf eine Seite kommt, dann stimmt in der Regel „irgendwas nicht“. Oder es ist alles völlig in Ordnung. Beispiele:

    • Der häufig wiederkehrende Besucher ist ein Bot.
    • Oder ein Wettbewerber.
    • Oder ein Benutzer, der im Vollsuff Deine Seite im Browser als Startseite gespeichert hat.
    • Oder jemand, der diese 1.400 Euro für Dein Produkt jetzt eben noch nicht in der Tasche hat.
    • Oder ein Elternteil von zwei Kindern, der zum 12. Mal versucht, ENDLICH Deine Landingpage anzuschauen.

    Unterm Strich gibt es eine ganz einfache Methode: Es ist nicht verboten, nach dem xten Besuch eine „Umfrage“ einzublenden a la „Hey. Du warst schon öfters hier. Bitte klicke mal an: Es ist mir zu teuer / ich habe getrunken / ich bin ein Bot / ich habe aufmerksamkeitsbedürftige Kinder.“ ;-)
     

  15. Tracking ist bei Dir auch ein großes Thema, welches mit den vorangegangenen Punkten verbunden ist. Viele denken dabei nur an Cookies, die man wieder löschen kann. Welche Rolle spielen die sozialen Kanäle und Interaktionen dabei und wie biete ich sie geschickt an?
  16. Wenn Deine Bedarfsgruppe über Social Media Kanäle erreichbar ist, bzw. sich regelmäßig dort tummelt und dort auch resonanzfähig ist, dann ist das in der Tat ein wichtiger Kanal. Die (Wieder-)erkennung eines Benutzers über Social Media Kanäle (z.B. eine Facebook-App) bietet sich regelmäßig als additives Verfahren an, um Benutzer wieder eindeutig zu identifizieren, auch wenn diese ihre Cookies gelöscht haben.
     

  17. Die durch die Besuche einhergehenden Bewertungen meiner Seite gelten auch für meine anderen Templates (z.B. meiner eigentlichen Verkaufsseite), da sie auf derselben URL liegen. Wie gebe ich diese Informationen an Google weiter?
  18. Integriere die Erfassung der Konversionen in das Google-Analytics Tracking. Wer es ganz sauber machen möchte, legt dafür einen weiteren Analytics-Tracking Code an.
     

  19. Zum Schluss darfst Du noch einen Blick in die Zukunft werfen. Wo kann man noch ansetzen, um die Conversion-Optimierung noch mehr und mehr zu perfektionieren?
  20. Da müssen wir gar nicht sooo weit gehen. In einer Zeit, in der normale Splittests noch kein Standard sind, ist das Thema „Dynamisierung von Inhalten“ eigentlich schon aufregendes #Neuland genug.
     

    Karl, ich danke Dir sehr für das Interview und Deinen tollen Vortrag bei uns!

 

Das Honorar für diesen Vortrag ging als Spende an die Arche Berlin-Hellersdorf.

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